Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3

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Dass Zahnfilm.de mit seinen Prognosen auch im Einzelfall 100% richtig liegt, zeigt ein weiteres Mal der verkorkste Fall vom „Unglücksraben“, die zur Zeit  im Forum „Cmd-Initiative.de“ die Fortsetzung ihres Dauerfalls schildert. Unter dem Titel Die Prothetik wird es nicht richten hat Zahnfilm.de ihr hier vor knapp 2 Jahren bereits folgende Warnung  mit auf den Weg gegeben:

Ich (Joachim Wagner, Zahnarzt) glaube nicht daran, dass die Zahnmedizin die passende Disziplin für die Behandlung von Schwindel, Sehstörungen, Gesichtsschmerzen und Schulterschmerzen ist. Und von den nichtzuständigen Zahnmedizinern sind die Prothetiker mit Abstand die Letzten, die dafür in Frage kommen. Das zeigt der geschilderte Fall hier. Die krumme Schiene vom KFO Mann – ohne Funktionsanalyse – beruhigt zusammen mit einer faktischen Nichtbehandlung **) alle Beschwerden. Wer jetzt 1 und 1 zusammenzählen kann, wird messerscharf schlussfolgern, dass Frau Unglücksrabe schlicht und einfach gar nichts veranlassen sollte. Und ganz sicher keine „orale Rehabilitation“ = alles rausbohren und erneuern.

Warum die Betroffenen das oft so nicht sehen können oder wollen, das ist die zentrale Frage.

Die Betroffene (also Unglücksrabe persönlich) hat es auch diesmal wieder vorgezogen, alle solche Warnungen in den Wind zu schlagen und statt dessen genau so vorzugehen, wie bei jeder gescheiterten Vorversorgung bis dahin. Aber lesen Sie selbst aus ihrem neuen Beitrag:

Zitat

Hallo Ihr Lieben, möche mich auch mal wieder melden, denke mal, die/der ein oder andere kennt mich noch aus dem Sabine Forum. Nach 2,5jähriger Daueraufbisschienentherapie bin ich seit Sommer letzten Jahres mit 19 Langzeitprovisorien versorgt und mir geht es mittlerweile sowas von „gar nicht gut“ – weiß mir bald nicht mehr zu helfen. Lt. des behandelnden ZA alles perfekt so wie es ist, lt des Kfo, bei welchem ich die Schienentherapie gemacht habe, und lt. 2er weiterer von mir konsultierter ZA´s habe ich jedoch, wie ich das auch empfinde auf der rechten Seite nur mit einem Zahn Kontakt, der Rest „schwebt“, mir zieht es meinen Körper nach rechts weg,habe starke Rückenschmerzen, Beckenverwringung, hinke an manchen Tagen, habe seit Monaten, kaum mehr eine Nacht durchgeschlafen aufgrund dieser Schmerzen, ….. und auch wie schon mit der mich in diese Misere bringenden Prothetik, keiner ist zuständig, keiner wagt sich ran, die große Frage der Haftung bzw. des Haftungsübergangs. – die mir zu Behandlungsbeginn noch groß zugesicherte interdisziplinäre Behandlung ist eine einzige interdisziplinäre finanzielle Abzocke – so hart das jetzt auch klingt, aber wenn sich Physiotherapeut und ZA weigern miteinander auch nur zu kommunizieren, ich jedesmal,wenn ich meinen mich während der Schienentherapie behandelnden Arzt aufsuche erstmal wieder einen Haufen Geld hinlegen muss, damit dieser sich mit dem behandelnden ZA in Verbindung setzt, und ihm mitteilt, was nicht passt und dann schlimmer noch, der behandlende ZA sich zuguter letzt denn auch noch weigert, die Behandlungsvorschläge in die Tat umzusetzen, … ja, was soll man da noch sagen ? – Ich kann zum heutigen Tage nur noch sagen, dass ich maßlos enttäuscht bin, wie ich nach relativ erfolgreicher Schienentherapie jetzt wieder zusehehnn muss, mich ich erneut „kaputt“ gemacht werde, kann mittlerweile nicht mal mehr krankengymnastische Übungen machen, ohne noch mehr in die Schräglage und damit verbundene Schmerzen zu rutschen ….. Ja, traurig, aber wahr, Fazit: es nutzt die beste Schienentherapie nichts, wenn danach nicht sichergestellt ist, dass man an einen kompetetenden Zahnarzt weitergereicht werden kann ……. wünsche Euch allen alles Gute und melde mich wieder U-Rabe

Zitat Ende

 

Kommentar

Das nenne ich Untergang mit Ansage. Dazu kommt, dass Unglücksrabe bisher schon 2 klare Vorhersagen des Scheiterns ihrer „oralen Rehabilitation“ in praktisch gleichen  Ausgangslagen von mir erhalten hat. Und Frau Unglücksrabe: wenn Sie das hier lesen, dann sage ich schon jetzt voraus, dass auch der nächste der übernächste und der darauf folgende Prothetik Chef bei Ihnen scheitern wird, ja scheitern muss.

Was ich bei Ihnen allerdings nicht verstehe, ist die von Ihnen hier zur Schau gestellte „maßlose Enttäuschung“. Das kann doch nicht mehr Ihr Ernst sein. Von was träumen Sie denn nachts? Vom weißen Prinz, der Sie auf den Schwingen eines Siemens Behandlungsstuhls unter dem lieblichen Gedröhne von 10 Schleifturbinen aus dem Schmerz- und Jammertal herausholt? Da haben Sie die Rechnung aber ohne Ihren speziellen Spezialbiss gemacht. So wird es nicht funktionieren. Aber das sagte ich schon einmal.

14 Replies to “Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3”

  1. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    so ein blödsinn! natürlich muss und kann diese patienten durch prothetik wieder rehabilitiert werden, weil der auslöser ihrer beschwerden die prothetik war!!! dass sich kein ZA die notwendige zeit dafür nimmt und dass es keine effiziente methode gibt, ist ein anderes thema. aber es ist machbar. ich weiss, wovon ich rede. die patientin als träumerin hinzustellen und ihr jegliche hoffnung zu nehmen, finde ich unverschämt.

  2. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    Sehr geehrter Herr Wagner,

    ich VERBITTE mir hiermit jegliche weitere Veröffentlichung meiner Texte aus anderen Foren auf Ihrer Homepage.

    Ich finde es mehr als grenzwertig sich über das Leid anderer Menschen – iatrogen zugefügt ! – noch lustig zu machen und diese Menschen derart zu beleidigen und zu denunzieren. – Ich hatte ein ausgefülltes und zufriedenes Leben ehe ich mich in die Hände eines fachlich unversierten Zahnarztes begab.

    Ihnen wünsche ich, dass sie niemals das Opfer einer medizinischen Fehlbehandlung werden, …und falls doch – zusätzlich zu all dem Schmerz und Leid sich nicht auch noch unqualifizierten Äußerungen und Beleidigungen aussetzen müssen.

    Gruß
    U-Rabe

  3. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    Mein lieber Herr Wagner, als ich diesen Artikel gelesen habe, sind meiner Phantasie Flügel gewachsen. Ich bin nach Leverkusen geflogen und habe Ihnen mit Ihren „Superturboschleifgeräten“ einen Bissverschliff verpasst, bei dem Graf Dracula und die Höllenhunde vor Neid erblassen würden und Sie mit Letzteren bei jedem Aufbiss, der den Schmerz durch Mark und Bein jagt, um Gnade und Erlösung durch eine Schiene heulen würden. Die böse Hexe Rosi hat jedoch einen Fluch über Sie gelegt, der Sie bis zum „St. Nimmerleinstag“ auf vergeblicher Suche nach einem Behandler durch sämtliche Praxen irren lässt…
    Glück für Sie, nur Phantasie!
    Ich kenne Ihre Einstellung bezüglich Funktionsstörungen und Cmd zur Genüge und erspare mir deshalb weitere Worte. Sie machen das Opfer zum Täter und einen schwer geschädigten Menschen zum Zentrum Ihres Hohns; das ist einfach widerlich und ganz und gar unärztlich. Schämen Sie sich! Ich grüße U-Rabe und wünsche alles Gute.

  4. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    da hat mal jemand den Nagel auf den Kopf getroffen.
    Super was Ertl hier anspricht, ich kann mich hier seinem Kommentar nur anschließen.

  5. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    Vielen Dank „Hexe Rosi“, wenn Du noch einen Assistenten gebrauchen kannst, sag Bescheid.

  6. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    Hallo liebe Ingrid, ich nehme Dein Angebot gerne an, immerhin haben wir hier einen renitenten Fall.

    Liebe Grüße

    Rosi

  7. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    Schließe mich den Kommentaren vorher an.
    Der Vdk schreibt, dass die meisten gemeldeten Behandlungsfehler in der Zahnmedizin gemeldet werden.
    Zitat:
    „Laut UPD waren in den vergangenen fünf Jahren die meisten Beschwerden im Bereich der Zahnmedizin angesiedelt. Auch der Verdacht auf Behandlungsfehler wurde oft an die Berater herangetragen. „
    http://www.vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de25043
    Ist doch echt eine Schweinerei, wenn man zum Leid auch noch den Spott hat.
    Werden solche Fehler bei den Ärztekammern angezeigt, kommen die Falschgutachter der Ärztekammern zum Zug, da es ja zum Himmel stinkt, dass die Gutachterverfahren für die meisten Patienten schlecht ausgehen.

  8. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    WIDERLICH Hr. Wagner … 😡 mehr ist nicht zu sagen…

    Alles Gute U-Rabe…ich teile das selber Schicksal nach Einschleifmaßnamen…bin bettlägerisch mit 29 ….soviel dazu

  9. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    so wie ich viele dieser Artikel verstanden habe, werden doch gerade Einschleifmaßnahmen als unnötig invasive Maßnahme kritisch beleuchtet und auf die Gefahren aufmerksam gemacht, sowie darauf, dass damit eine Besserung nicht erreicht wird.

  10. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    Hallo Sven, die Wurzel des Übels für so manchen Behandlungsfehler ist darin zu sehen, dass in manchen Praxen der Schlendrian herrscht. Zahnärztliche Aufgaben werden unkontrolliert dem Assistenzpersonal übertragen, wichtige Behandlungsschritte fallen dem Slogan „Zeit = Geld“ zum Opfer. Das Kauorgan wird für die aufzunehmende Prothetik unzureichend vorbereitet; diese passt oft nicht, weil sich das Labor bei der Fertigung der Arbeit an miserablen Abdrücken orientiert hat. Der ZA nutzt dann häufig sein „Nachbesserungsrecht“. Mit ungesicherten Einschleifmaßnahmen wird dann oft invasiv eingefriffen und dadurch funktionelle Störungen verursacht.Fatal: deren Behandlung ist nur auf privatärztlicher Basis möglich, weshalb der ZA in der Regel diese schwer beherrschbare Störung nicht aufklärt, sondern mit vielerlei Ausreden versucht,sich aus der Affäre zu ziehen. Die Ursache der Misere wird häufig der Psyche des Pat., nicht aber den eigenen Fehlern angelastet, siehe U. Rabe und andere.

  11. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    [quote name=“Ertl“]…Das Kauorgan wird für die aufzunehmende Prothetik unzureichend vorbereitet; diese passt oft nicht, weil sich das Labor bei der Fertigung der Arbeit an miserablen Abdrücken orientiert hat. Der ZA nutzt dann häufig sein „Nachbesserungsrecht“. ….[/quote]

    das klingt beunruhigend.
    Unabhängig vom vorliegenden Fall stellt sich für mich die Frage, wo genau der Fehler in der Prothetik festzustellen ist. Was ist da fehlerhaft??? Das müßte ein Gutachter der Krankenkasse doch feststellen können. Und der Zahnarzt hat doch eine Gewährleistungspflicht dafür, dass sein Werk was taugt. Und falls die Prothetik fehlerhaft wäre, muss sie erneuert werden.

  12. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    So wie ich viele dieser Artikel verstanden haben, können Schmerzen nach prothetischer Versorgung unterschiedliche Ursachen, z.B. dass die Pulpa sich durch das Beschleifen für die Aufnahme einer Krone sich entzündet, oder dass der Trigeminusnerv hoch empfindlich ist und jede Aktion im Mund verübelt. Manche geschilderten Fälle entwickeln auch Schmerzen z.B. nach einer einfachen Füllung oder nach der professionellen Zahnreinigung.
    Da ist es meiner Auffassung nach sehr wichtig, die Ursache von Schmerzen festzustellen. Und gerade die Empfindlichkeit des Trigeminisnervs wird doch besonders häufig übersehen oder gar nicht erst bedacht.

  13. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    Hallo Sven, würde ich Ihre Frage korrekt beantworten, müsste ich mich über mehrere Seiten äussern. Wenn ein Kassenpatient Antrag auf ein kassenzahnärztliches Gutachten nach Eingliederung von ZE stellt, dann handelt es sich um ein sog. Mängelrügeverfahren. D.h., dass die Krankenkasse vom Gutachter feststellen lässt, ob Mängel vorliegen und ob diese durch Nachbesserung zu beseitigen sind. Bestätigt der Gutachter die Mängelrüge dahingehend, dass die eingegliederte Prothetik unbrauchbar ist , dann ist dieses Gutachten für einen Schadenensersatzanspruch erheblich richtungsweisend, wenn der beauftragte RA die dazu vorliegende Rechtsprechung kennt. Die gänzliche Unbrauchbarkeit der Prothetik kann nur durch eine höchst unsachgemäße Vorgehensweise induziert worden sein, führt zum Verlust des Honoraranspruchs des ZA, zur Auflösung des Dienstvertrages und ist kongruent mit einem Schadensersatzanspruch des Patienten, der sich auch nicht mehr auf eine weitere Behandlung einlassen muss.

  14. RE: Die Prothetik wird es nicht richten Teil 3
    [quote name=“Ertl“]…Wenn ein Kassenpatient Antrag auf ein kassenzahnärztliches Gutachten nach Eingliederung von ZE stellt, dann …[/quote]
    vielen Dank für Ihre Ausführung des Procederes im Fall des Falles.
    Daraus geht für mich hervor, dass das eine langwierige Geschichte ist.

    Allerdings braucht jemand, der eine nicht fachgerechte Prothetik im Mund hat, eine rasche Lösung, denn Nahrung kauen ist elementar und da kann man nicht monatelang Brei essen, bis das alles endlich über die Bühne ist.
    Es ist somit eine starke Abhängigkeit vom behandelnden Zahnarzt, und da reicht wohl ein Heil-und Kostenplan nicht aus, sondern ein Vertrag, der alles im Detail regelt. Vor allem die rasche Versorgung im Fall des Falles. Wenn das ganze nur noch ein Geschäft ist, sollten sich Patienten darauf besinnen, dass sie gleichzeitig auch Vertragspartner sind und entsprechend auftreten und ihre Rechte sichern.

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