Dying gracefully – GlasIonomerZement altert mit Anstand

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Was passiert, wenn die Füllung versagt? Das ist eine der wichtigsten Fragen in der gesamten Zahnmedizin. Warum ist das so? Mindestens 50% der täglichen Routinearbeit jedes Zahnheilkundigen besteht im Wiederholen von funktionsunfähigen oder für funktionsunfähig erklärten Zahnfüllungen, neudeutsch „Redentistry“. 50% ist eine vorsichtige Schätzung. Bei bestimmten Zahnmedizinern kommt diese Quote deutlich näher an die 100% Grenze, nach dem Motto, „was nicht von mir ist, kann nichts taugen“. Nehmen wir aber jetzt der Einfachheit halber an, dass die Füllung tatsächlich Sekundärkaries hat. Darunter verstehen wir neue Karies am Füllungsrand. Bei Amalgam und Gold dauert es relativ lang (Jahre), bis die neue Karies eine pulpagefährdende Größe erreicht. Kunststoff dagegen zieht Sekundärkaries geradezu magisch an. Die Zeitdauer bis zur echten Gefahr für den Zahn ist erheblich kürzer (Monate). Der Rand von GlasIonomerZement-Füllungen ist gegen Karies so gut durch den 25%igen Fluorgehalt des Füllers geschützt, dass eine Sekundärkaries fast ausgeschlossen ist.

Das Bild zeigt zwei untere Molaren (große Backenzähne), oben den 46 unten den 47. Die Füllung zwischen beiden Zähnen im 46 ist eine Ketac Molar GIZ Füllung. Der Rest ist aus Kunststoff. Was fällt dabei auf?

Zum Problem der Sekundärkaries kommt hinzu, dass eine unbemerkte Lockerung der Füllung aus Komposite (= Kunststoff) für den Zahn in kurzer Zeit schon katastrophale Folgen haben kann. GIZ macht so etwas nie, weil GIZ ausreichend Fluor im Spalt abgibt, um den Bakterien das Leben schwer zu machen.

Kurzzusammenfassung: GIZ Füllungen versagen immer mit Anstand, Kunststoff dagegen durchaus mit Zahnkatastrophen.

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