Wie gut ist die Edel Wurzelbehandlung für 600 Euro aufwärts

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Im der Zahnarzt-Newsgroup (Nachrichtengruppe) von ZA Michael Logies tobt seit längerem die Debatte über den effektiven Nutzeffekt der Hochleistungs-Endodonten. Letztere sind spezialisierte Kollegen, die eine aufwändige Fortbildung genossen haben und vom gemeinen Normalzahnarzt Patienten überwiesen bekommen. Selbstverständlich reden wir hier von reinen Privatleistungen in der Größenordnung von Euro 400,– bis über 1.000,– pro Zahn.

Es gibt in der Newsgroup eine Fraktion, die relativ überzeugend darstellt, dass die Prognose einer Wurzelbehandlung über längere Zeit nicht notwendigerweise vom getriebenen Aufwand abhängt, sondern – so wird behauptet – vom Desinfektionsmittel. Insbesondere Dr. Dr. Rüdiger Osswald, München vertritt den Standpunkt, dass Chlor-Phenol-Kampfer-Menthol (CHKM) der Schlüssel zum Erfolg ist. Sicher ist auf jeden Fall, dass die Entzündungen an der Wurzelspitze trotz Wurzelbehandlung von Bakterien im Inneren der Wurzel verursacht werden. Ebenso sicher ist, dass die mechanische Aufbereitung alleine nicht in der Lage ist, alle Hohlräume in der Wurzel zu erreichen.

Die wissenschaftliche Forschung kann hier nur bedingt weiterhelfen. Experimentelle Arbeiten an Hunden erbringen durchaus schlüssige Beweise für die Verursachung der Knochenentzündung um die Wurzelspitze herum durch Bakterien aus der behandelten Wurzel, sind aber nicht eindeutig bei der Frage, welche Massnahme (Aufbereitungstechnik, Wahl der Füllungslänge, verwendete Spülmittel, Einlagen mit Desinfektionsmittel usw.) den besseren Erfolg bringt.

Für weitere Infos schauen Sie sich als Patient die Seite von Dr. Dr. Osswald an, und als ZA die Newsgruppe Logies.

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