Langsam verzweifelt – diffuse Schmerzen

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Hallo. Ich wende mich nun an dieses Forum da ich mich nur noch hilflos fühle.
Alles finde an im November 2007 mit einer Zahnwurzelentzündung am Backenzahn im Unterkiefer vorlezter Zahn- klassischer schecklich ziehender Schmerz beim Essen usw.Entzündung auf dem Röntgenbild sichtbar. Zahn war auch direkt nach der ersten Einlage ruhig. Es wurden mehrere gemacht, dann folgte die Wurzelfüllung und das Übel nahm seinen Lauf.

Schmerzen im Kiefer links die bis zum Ohr ziehen, dumpf, drückend, immer da mal weniger stark mal mehr. Nicht mit Schmerzmittel zu unterdrücken. Beim HNO kein Befund.

Wurzelfüllung wurde wieder entfernt, was nichts änderte. Dann wurde Zähneknischen vermutet da ich mir Zahnstücke abgebrochen hatte. Schiene bekomme, Laserbestahlung auf die betroffene Stelle. Schmerzen blieben. Waren mal tageweise weg, kamen plötzlich wieder. Betroffener Zahn wurde weiter mir Einlagen behandelt, blieb mal offen usw. Nix half. Zahn war bis dato nicht spürbar gewesen. Nun ist der Zahn am Mittwoch gezogen worden, da er sich aus meiner Sicht bemerkbar gemamcht hatte und ich es satt war. Es ist schon Juni!!! Genau einen einzigen Tag hatte ich Ruhe und nun gehts richtig los.

Noch schlimmere Kieferschmerzen einseitig links an der betroffenen Seite. Kommt und geht ist nicht kontrollierbar und nicht einschätzbar. Habe begonnen aufzuschreiben aber es ist nichts was mich zur Erleuchtung gebracht hätte. Der Nachbarzahn (letzter Backenzah) welcher bei der Zahnextraktion (1!! Stunde) mit belastet wurde (hebeln) ist Aufbissempfindlich und empfindlich auf Berührung mit dem Finger. Er lebt aber noch, wurde getestet. Ich habe Angst das der nun auch raus muss. Die Wunde klopft machnmal sehr obwohl bei der Kontrolle angeblich alles gut heilt.Antibiotika nehme ich bereits seitdem. Der Schmerz wechselt die Seiten. Gestern Nacht tat plötzlich ein ganz anderer intakter Zahn an der anderen Seite weh. Heute dann ein anderer oben. Manchmal kribbelt es in der Wange oder im Kiefer. Gerade kann ich nichts trinken weil es leicht zieht, bei allem nicht nur bei süß. Es hört sofort auf wenn das Wasser weg ist. Ne halbe Std vorher habe ich noch Eis gegessen und normal getrunken und es war nichts. Plötzlich gehen dann alle Schmerzen weg und kommen irgendwann mit Heftigkeit zurück
Mir hilft niemand wirklich. Ich weiß nicht wohin ich mich wenden soll. Mein Tagesablauf ist bestimmt von den Schmerzen. Alles kann nur kurzfristig entschieden werden ja nach Schmerzstärke. Ohne Schmerzmittel gehe ich nirgend mehr hin. Das kann doch nicht so weiter gehen??? Hat jemand einen Rat für mich? Melanie
Ergänzung: Außer dem Klopfen und ziehen ist brennen das hauptsächliche Gefühl. Auch schon vor dem ziehen. Habe gerade nachgezählt Falls das wichtig ist…. Mel

2 Replies to “Langsam verzweifelt – diffuse Schmerzen”

  1. Backenzahn unten rechts (zweiter von vorne) sollte/wurde gezogen. Dieser Zahn ist seit ca. 20 Jahren tot und bestand zu 75% nur noch aus Amalgan. Auch die Zahnwurzel wurde damals entfernt und gefüllt. Hatte seit dieser Zeit nie Probleme. Jetzt ist mir aussen das restliche Stück Zahn (was noch vorhanden war) abgebrochen. Somit stand nur noch ein Stumpf Amalgan. Mein Zahnarzt hat sich dieses angesehen und der Zahn sollte entfernt werden. Spritze, Warten und es ging los. Es gab das Problem, das der „tote Zahn“ nicht richtig raus wollte. Stück für Stück brach dieser ab. In der mitte stand dann noch eine Art „Drahtspitze“, die wohl damals von der Wurzel aus als Träger dienen sollte. Diese Spitze wurde dann ebenfalls beseitigt. Der Zahnarzt konnt aber nach unten hin die Wurzel nicht rausbekommen. Er sagte: “ es macht keinen Sinn. Der Rest ist mit dem Knochen so stark verwachsen, das es keinen Sinn macht, jetzt den Rest rauszuarbeiten“. Es ist jedenfalls nicht möglich gewesen, das Ding zu packen und rauszuziehen 🙁 Er sagte: „wir lassen das drin. Warten 2-3 Monate und machen eine Brücke“. Es wäre jetzt nicht empfehlenswert, das dort rauszufrömmeln. Hinterher beschädigt er noch den Knochen und dann hätte man mehr kaputt gemacht, als wenn man das jetzt einfach drin lässt. Ich Vertraue meinem Zahnarzt und möchte nicht woanders hin gehen. Ich war immer bei ihm und bis jetzt war alles zu meiner Zufriedenheit. Ich sagte ihm auch, das die Kosten erstmal egal seien. Ich zahle seit Jahrzehnten eine Zusatzversicherung. Meine Frage: Lässt man dieses tote Stück Wurzel mit Amalgan oder was dort drin gefüllt ist, einfach in seinem Körper? Ich merke jetzt, eine Woche nachdem der Zahn gezogen wurde, das es teilweise übel stinkt. Und ich/mein Körper spürt dieses eklige Stück da unten drin sitzen. Ich möchte auch jetzt nicht einfach, über meinen Zahnarzt hinweg, woanders hin gehen. Das wäre mir unangenehm. Als würde ich ihm nicht vertrauen. Auch von einem Implantat hat er mir abgeraten. Er möchte eine Brücke dahin machen. Aber was soll ich machen. Ich möchte auch nicht so lange warten. Denn, wenn so etwas rausoperiert wird, braucht es ja auch Zeit mit der Heilung. Und ewig soll diese Loch dort ja nicht bleiben. Hinterher verschieben sich meine anderen Zähne in der Zwischenzeit. Was also tun? Drin lassen und zuwachsen lassen, oder das Stück rausoperieren lassen. Dann muss ich aber noch das Gespräche mit meinem Zahnarzt suchen. Ich denke er würde das verstehen.

    1. Hallo,
      das Stinken bestätigt meinen Verdacht, dass sich im abgebrochenen Wurzelstück Bakterien breitmachen. DAs kann so nicht bleiben. Ich empfehle das Entfernen des Restes beim Kieferchirurgen.

      VG J. Wagner

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