Typischer Klammerfall mit UK Engstand

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Lesen sie auch die Artikel  Die Vernunft kehrt zurück – auch in die KFO und  Kieferorthopädische Forschung abgewatscht   aus der Rubrik  Biss, Knirschen und ‚Funktion‘

 

Zitat aus einem Forum: "

ja ich hatte oben und unten ne zahnspange. 

unten hat sich aber alles wieder so verschoben wie es früher auch war… 

Gebkind "

 

 

So soll es 15 Jahre nach einer Ex KFO Behandlung eigentlich nicht aussehen:

 sany0026.jpg Es fehlt mächtig viel Platz, grob geschätzt ist da einer zuviel. Damit nicht gleich wieder die Vermutungen laut werden: Dieser Patient ist heute 28 Jahre alt, hat über mehr als 3 Jahre eine kieferorthopädische Behandlung in seinem 9. bis knapp 13. Lebensjahr über sich ergehen lassen, die mit einer gerade gerichteten Unter- und Oberkieferfront abgeschlossen wurde. Mit ca. 16 wurden die Weisheitszähne entfernt. Von den letzten 10 Jahren fehlen die Bilder und Befunde, weil der junge Mann woanders in Behandlung war.

 

Kontrastprogramm:

sany0012.jpgDieser Patient ist jetzt 16 und hat seine KFO Behandlung auch seit 2 Jahren hinter sich. Ihm wurden  zur Abwechslung mal nicht die bleibenden 4er (kleine Backenzähne hinter dem Eckzahn) gezogen, sondern ein 42, das ist ein Unterkiefer Schneidezahn vorne rechts. Deshalb zählt man jetzt zwischen den unteren Eckzähnen 3 Zähne und nicht 4.

sany0013.jpgDen Zahnmedizin Studenten des Jahrgangs bis ungefähr 2000 hat man noch eingebleut, um Himmels willen keine Unterkiefer Frontzähne raus zu nehmen, weil damit angeblich der Biss, speziell die so genannte "Front/ Eckzahnführung"  im Eimer wäre. Jetzt stellt sich heraus, dass es für die Front Eckzahnführung eigentlich nur Behauptungen gibt, keine standfesten Beweise in Form von großangelegten Untersuchungen von richtigen Patienten. Die Behauptung, dass Menschen ohne Front Eckzahnführung grundsätzlich schlechter dran sind, als solche mit, scheint in erster Näherung warme Luft zu sein. Egal, ob es um die Parameter Schmerzen, Kiefergelenk, oder Mundöffnung geht, schaut man sich richtige Menschen mit den in der freien Wildbahn vorkommenden Bissen an, dann will die Theorie von der Großartigkeit der Front Eckzahnführung einfach nicht auf die angetroffenen Befunde passen. Schade auch.

Im Falle des 2. Patienten hat sich endlich ein hiesiger Kieferorthopäde eines Besseren besonnen und schlicht und einfach einen unteren Frontzahn gezupft. Das geschieht nach der gar nicht so neuen Erkenntnis, dass der Abstand zwischen den unteren Eckzähnen mehr oder weniger programmiert ist. Und zwar auf Engstand der Front. Das gilt für eine Mehrheit der Bevölkerung. Wird dieser Abstand durch eine Klammer oder wasauchimmer erweitert, stehen die Frontzähne zwar vorübergehend gerade, fallen aber mit einer hohen Wahrscheinlichkeit dann wieder in den Engstand zurück, wenn die Federkräfte wegfallen.  Das ist Basiswissen der KFOten und man sollte meinen, dass sie wenigstens das im Kopf halten können.

 Das ficht aber den typischen KFOten (Kieferorthopäden), der besonders fest und lange an seinen Glaubenssätzen hängt, nicht an. Der macht unverdrossen weiter wie im oberen Beispiel. Der dehnt die Unterkieferfront und drückt die Eckzähne auf Überabstand, damit die 4 Schneidezähne schön nebeneinanderpassen. Dann gibt es ein Foto oder einen Abdruck, er erklärt die Behandlung für erfolgreich abgeschlossen und macht sich aus dem Staube. Allenfalls werden die Eltern noch aufgestachelt, sinnloserweise die Weisheitszähne ziehen zu lassen. Dann passiert, was passieren muss: die Eckzähne wandern wie mit Gummiband verbunden aufeinander zu und 5 bis 10 Jahre später kann man dann die typischen Fotos wie oben machen – und sich wieder mal eine Runde über die KFOten ärgern.

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