Tag der deutschen Einheit 2018 – Demo in Leverkusen

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Zur Abwechslung mal was Politisches.

In Leverkusen hatte ein rechter Schwachmat https://www.youtube.com/watch?v=XbJ4r72YMAs, der sogar aus der ADF wegen Unterschlagung rausgeflogen ist, für gestern, 03.10.2018 einen „Trauerzug“ durch die Hauptstraße angemeldet.
Die SPD, Verdi, die Linken und die Grünen haben daraufhin zu einer Kundgebung aufgerufen. Geschätzte 400 Teilnehmer fanden sich ein. Die Redner waren sehr unterschiedlich drauf, die SPD etwas blass  mit Ausnahme von Karl Lauterbach. Am besten gefiel mir der Linke. Wahrscheinlich ausgebildet als Stadioneinheizer. Argumente und Sprüche im Maschinengewehrtakt. Auf einer Kundgebung willste halt keine Abwägungen und Rücksichtnahmen hören, sondern Eingängiges.
Der Grüne merkte zum Schluss das peinliche Fehlen der CDU – die Flachpfeifen – an. Die FDP interessiert eh keinen.
Soweit so gut.
Jetzt zum 2. Teil. Die Bullerei war mit einer lockeren Hundertschaft angerückt. Die linke Kundgebung – in der ich mich befand – wurde von der Polizei in der Straße auf einer Seite abgeriegelt (dahinter mein Fahrrad). Wir waren nach Ende der Veranstaltung also gezwungen, einen Umweg zu gehen. Und siehe da: ebenfalls abgeriegelt, ebenso die Parallelstraßen. Also mussten wir warten, bis die Braunen ihren „Trauerzug“ abgehalten hatte.
Und jetzt kommt das, was ich bisher noch nicht kannte. Einigen Aktivisten gelang es trotzdem, in die gesperrte Zone zu kommen, um dort per Megaphon „Leverkusen nazifrei“, „Haut ab“ und ähnliches kundzutun. Das wiederum führte zu Spurts der Einsatzkräfte, um die Nazigegner recht rustikal abzutransportieren. Immerhin ohne Gebrauch der massenhaft sichtbaren Schlagstöcke. Einen kurzen Moment sah es nach Gewalt aus.
Dann der Zoch (kölsch für Zug). Ganze 37 Hansel in Kutte und mit Pappkreuz zogen mit Begleitschutz von mindestens 50 voll aufgerödelten Beamten (was das wieder kostet) dann endlich durch die City, begleitet vom ohrenbetäubenden Lärm der Unsrigen.
Eine neben mir stehende Frau, mit Erfahrung im Hambacher Forst, meinte – nicht zu Unrecht – „Warum wird die braune Horde derart massiv von der Staatsmacht geschützt? Auf welcher Seite stehen die eigentlich?“
Ich denke, das wird nicht meine letzte Demo sein. Irgendwie war das Politik zum Anfassen. Unser Pfarrer war übrigens auch mit dabei.

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