Toter Zahn und WSR

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    Beiträge
  • #4403
    Petra
    Teilnehmer

    Hallo zusammen,

    ist es ueberhaupt moeglich, dass ein seit 20 Jahren toter Zahn, der darueber hinaus eine Wurzelspitzenresektion bekommen hat, Schmerzen bereitet? Bei meinem Schneidezahn ist ja so, dass der Zahn auf Druck mit dem Finger schmerzt, aber der Klopftest negartiv verlaeuft.

    Danke fuer Rueckmeldung und viele Gruesse
    Petra

    #4405
    Gregor
    Teilnehmer

    Hallo Petra,

    möglich ist es. Bei der Wurzelbehandlung versucht man ja das komplette Wurzelsystem von Bakterien und Gewebsresten zu reinigen und anschließend dicht zu füllen. Dies darf man sich aber nicht als einfachen Kanal vorstellen, sondern es gibt viele, kleine Abzweigungen.
    Wenn die Reinigung nicht ausreichend gelingt, können sich Bakterien über die Zeit wieder vermehren, an der Wurzelfüllung bis zum Knochen runterwandern und dann wieder eine Entzündung verursachen. Auch möglich ist die erneute Besiedelung über eine undichte Füllung oder Krone. Die Zeit gibt dabei den Ausschlag.

    Bei der Wurzelspitzenresektion entfernt man die Wurzelspitze, da sich dort meist sehr viele Abzweigungen befinden, es ist aber nicht garantiert, dass nicht noch woanders welche liegen. Auch ist in den meisten Fällen die Wurzelfüllung bei erneuter Entzündung auch wieder als infiziert anzusehen und eine Wurzelspitzenresektion ohne gleichzeitige retrograde Wurzelfüllung – also das Versiegeln der Trennstelle über den OP-Zugang – wenig erfolgsversprechend.

    Viele Grüße
    Gregor

    #4407
    Petra
    Teilnehmer

    Hallo Gregor,

    herzlichen Dank fuer die ausfuehrliche Anwort – wen sie auch nicht gerade Hoffnung macht :dry: .

    Viele Gruesse und einen schoenen Abend,

    Petra

    #4751
    Jina
    Teilnehmer

    In einem toten Zahn bleibt den Fäulnisbakterien genügend Raum, um die restliche organische Substanz zu zersetzen und giftige Stoffwechselprodukte zu bilden, dies obwohl der Wurzelkanal korrekt gefüllt ist. Die Leichengifte aus dem toten Zahn können in den umgebenden Kieferknochen gelangen und von dort über den Blutkreislauf in den gesamten Körper eindringen. Zahngifte können auch über die Nerven wandern bis ins Gehirn. Die Kombination von Leichengiften und Schwermetallen wie Quecksilber können sich gegenseitig verstärken. Vielfach ist es nur eine Zeitfrage, wie lange es der Körper schafft, die Gifte auszuscheiden oder abzubauen und der Körper nicht überfordert wird und Beschwerden auslöst. Vielfach wird eine Krankheitsursache von den Zähnen ausgehend erst nach langer Suche gefunden. Beziehung der Zähne zu Körperorganen können immer mögliche Auswirkungen haben, wenn eine Störung im entsprechenden Zahnbereich vorliegt. Die ganzheitliche Zahnheilkunde hat sich entwickelt aus dem Wissen heraus, dass Störungen an Zähnen und Kiefer zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen in ganz anderen Teilen des Körpers führen können. Zähne können Krankheiten auslösen, weshalb auch die Zahnhygiene und Mundhygiene wichtig sind.

    LG,
    http://www.athenadental.de

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